Rückblick - 2010 - Lossburg

 

24. - 26.09.2010

Internationales Traditionsfahren in Lossburg im Schwarzwald

 

II. Internationales Traditionsfahren Loßburg im Schwarzwald

42 Gespanne bei der Coaching Trophy und dem Tag des Schweren Warmblutes


 

lossburg11Nach dem großartigen Einstieg in das Traditionsfahren vor zwei Jahren, wurde die II. Internationale Traditions-Fahrveranstaltung vom 24. bis 26. September in Loßburg (Schwarzwald) ein noch großartigeres Erlebnis. Hier wurden Maßstäbe gesetzt.

 

In der Verantwortung des namhaften Sattlermeisters und Traditionsfahrers Albrecht Mönch wurde auf dessen Anlage vor einem großen internationalen Publikum das internationale Traditionsfahren im Schwarzwald ausgerichtet.

Stilvolle historische Wagen und originale Nachbauten gingen als Ein-, Zwei- und Vierspänner sowie als Tandem in ländlicher und städtischer Anspannung an den Start.

Was bisher in ganz Deutschland nicht zu sehen war, war hier zu sehen. lossburg08Die Königsklasse der Traditionsfahrer  - die sogenannten Coaching-Gespanne - waren hier in einem beeindruckenden Starterfeld mit von der Partie.  Aus sieben europäischen Ländern (Schweiz, Luxemburg, Frankreich, Österreich, Italien, Niederlande und Deutschland) waren insgesamt 40 teilnehmende Gespanne angereist. In ganz Deutschland war Lossburg die am stärksten besetzte Veranstaltung.

 

Neben dem Hauptgeschehen waren auch publikumswirksam werbende und eindrucksvolle Shows mit Schweren Warmblütern, den sogenannten Moritzburgern, in verschiedenen Anspannungsarten und vor unterschiedlichen prächtig herausgebrachten Wagen in die Veranstaltung mit eingebunden. lossburg02Ergänzend und als glänzender Abschlusspunkt am Sonntag wurden Jagdszenen durch den Schleppjagdverein von Bayern mit Toni Wiedemann und seiner Meute präsentiert. Ebenfalls war die sehr elegante und anmutige Vorführung des Reitens im Damensattel in historischen Kostümen mit der ersten Vorsitzenden des Vereins lossburg10"Reiten im Damensattel", Bettina Keil, ein Genuss fürs Auge.

Informativ und sachkundig wurde über die gesamte Veranstaltung das Geschehen durch Anette Mezger, Ludwigsburg, und Norbert Freistedt, Moritzburg, für das weit angereiste internationale Publikum kommentiert. Des Weiteren standen als Richter für die Präsentation Dr. Andres Furger (CH), Rainhold Trapp (F) und Reiner Wannenwetsch, (D) zur Verfügung. Unter den Besuchern war übrigens auch der Präsident der internationalen Vereinigung der Traditionsfahrer (A.I.A.T.), Christian Baron de Langlade, Cuts (F). Nicht unerwähnt sollen die beiden Engländer Marc Jurd und Kevin Stilwell vom Road Club, London, sein, die den Coachhorn Contest und das Peitschen-Aufwerfen der Vierspännerfahrer im Geschicklichkeitsparcours bewerteten.

 

Zwei eindrucksvolle Abendveranstaltungen wurden übrigens zu einem großen gesellschaftlichen Höhepunkt. Ein gemütliches und sehr festliches Ambiente fanden die Gäste in der Festscheune von Albrecht Mönch, die er mit großem handwerklichen Geschick über die Sommermonate entkernt und für das Feiern in diesem Rahmen weiterentwickelt hat. lossburg07Er bot der internationalen Szene vielfache Gelegenheit zum gegenseitigen Kennenlernen und entsprechendem Erfahrungsaustausch. Eindrucksvoll war das Samstagabend-Programm gestaltet. Es fand mit einem Coachhorn-Blas-Wettbewerb seinen Höhepunkt. Als Sieger ging dabei der Guard of Road Coach Manfred Gnann (D) hervor. Er begeisterte mit klaren Tönen!

lossburg03Die Abschlussparade und Siegerehrung am Sonntag wurde mit dem Sechser-Zug des Hausherrn Albrecht Mönch vor einer prächtigen Road Coach eingeleitet. Sein eindrucksvolles Schweres Warmblut-Gespann war mit einem typischen Road-Coach-Geschirr aus eigener Werkstatt angespannt. Zuvor hatten sich die Teilnehmer an diesem II. Internationalen Traditions-Wettbewerb in einer Präsentation und einer Streckenfahrt mit anschließendem einfallsreichem Geschicklichkeitsparcours über 15 Traditionshindernisse  rund um den Mönchhof gemessen.

lossburg04Die Gewinner der jeweiligen Anspannungsart wurden für ihre erfolgreiche Teilnahme mit einer Schärpe geehrt. Bei den Coachen war an der Spitze Hans-Werner Hamacher mit einer Park Coach (Baujahr 1897), im Besitz von Heinz Scheidel, Mannheim. Bei den Vierspännern Edwin Bürge (CH) mit einem C-gefederten Landauer (Baujahr 1860). Bei den Zweispännern gewann Franz Heigl, Deggendorf, mit einem  Phaeton (Baujahr 1900), und bei den Einspännern Heiner Staub (CH) mit einer Klapp-Break. Bei den Tandems wiederum war es Fredi Kramer vom Nationalgestüt Avenches (CH) mit einem lossburg06Dog-Cart (Baujahr 1898), der zum Sieger gekürt wurde.

Dem Organisator Albrecht Mönch und seinen vielen ungenannten Helfern sei herzlich gedankt. Hinter dieser einmalig schönen und beispielgebenden Traditionsveranstaltung standen gigantische Vorarbeiten und umsichtige Investitionen. Sie betrafen u.a. die ausgebaute Fest-Scheune. Viel Aufwand wurde in das für den guten Ablauf wichtige Gelände (Wiesen, Plätze), in die Unterbringung der Pferde und Ausrüstung sowie in das Wohl der Zuschauer (Versorgung, Parkplätze) gesteckt. Die starke Nachfrage aus den sieben Nationen zur Teilnahme, und das große Besucherinteresse aus vielen europäischen Ländern sollten der beste Dank dafür sein. Freuen wir uns auf die angekündigte dritte Auflage in zwei Jahren.

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