Pommersfelden 2012

 

04. - 06.05.2012

Clubausfahrt in Pommersfelden (Bilder folgen)

 

Treffen 2012 auf „Schloss Weißenstein“

 

Wie sagte doch schon Johann Wolfgang von Goethe: „Alles was es braucht auf dieser Welt ist ein gescheiter Einfall und ein fester Entschluss.“

Solche Gedanken mögen den Präsidenten des DTFC Toni Bauer auf seiner Reise quer durch Oberfranken wohl begleitet haben, als er in Pommersfelden das wunderschöne Barockschloss Weißenstein entdeckte. „Das ist genau das Ambiente, das ich schon immer für ein Clubtreffen gesucht habe“, dachte sich der Schöngeist Toni Bauer. Nach Vorsprache bei der Schlossverwaltung bis hin zum Vorstandsvorsitzenden der „Gemeinnützigen Stiftung Schloss Weißenstein“ Paul Graf von Schönborn war es dann so weit: das erste Clubtreffen war gesichert. Nun aber begann die eigentliche Arbeit, ein solches Treffen zu organisieren und auch durchzuführen. Nur wer selbst schon Veranstaltungen im Pferdesport organisiert hat, weiß, was alles zu tun ist. Unser Präsident, immer schon ein „Macher“, hatte sehr bald ein Konzept im Kopf, das nun in die Tat umgesetzt werden sollte. Klar war von Anfang an, dass dieses gesellschaftliche Ereignis am wirkungsvollsten mit schön gekleideten Menschen, gut herausgebrachten Gespannen und historischen Kutschen durchzuführen ist. Viele Besuche in und um Pommersfelden zur Ausarbeitung des Treffens waren notwendig, bis den Clubmitgliedern ein ausgefeiltes Programm zusammen mit der Einladung zugeschickt werden konnte.

Am Freitag, dem 4. Mai reisten etwa fünfzig Teilnehmer und Gäste aus ganz Deutschland an. Die Unterbringung der Pferde war in einem Stallzelt neben dem Schloss vorgesehen; Teilnehmer und Gäste quartierten sich im Schlosshotel ein. Auffallend war, dass bereits bei der Ankunft eine lockere, gelöste Atmosphäre unter den Teilnehmern und Gästen zu spüren war. Keine Hektik, nur freundliche, hilfsbereite Leute ringsum. Die „Pferdepfleger“ vom Nachmittag verwandelten sich gegen Abend in eine elegant gekleidete Gesellschaft, die es sich vor dem Schloss mit Champagner gut gehen ließ, bevor von einer sehr kundigen Führerin das Schloss von innen gezeigt wurde.
Schloss Weissenstein wurde zwischen 1711 und 1718 von Lothar Franz von Schönborn, Fürstbischof von Bamberg und  Kurfürst von Mainz –unterstützt durch eine großzügige Spende des Kaisers Karl VI- als Sommerresidenz erbaut. Dieses schon von außen erkennbar prächtige Bauwerk zeigte erst recht im Innern seine ganze Schönheit, sowohl im beeindruckenden Treppenhaus als auch in den einzelnen Räumen bis hin zum Grottenzimmer mit Ausgang zum Landschaftspark rings um das Schloss.
Das sich anschließende Treffen im Barocksaal wurde mit einem reichhaltigen Buffet, guter Unterhaltung und fröhlichen Gästen zu einem gelungenen „Willkommens-Abend“, wie in der Einladung angekündigt. Unsere „Meteorologen“ versprachen uns bei ihren gelegentlichen Spaziergängen im Ehrenhof an diesem Abend einen strahlend schönen Samstag.
Es kam leider anders. Pünktlich um 11:00 Uhr machten sich die neun Gespanne (3 Vierspänner, 5 Zweispänner und 1 Einspänner) im 3-Minuten-Takt auf die Reise in das etwa 10 km entfernte „Schloss Weingartsgreuth“. Fahrer, Beifahrer, Gäste waren alle vorsorglich mit Regenkleidung ausgestattet, die zunächst auch ausreichte. Einige Kilometer vor dem Ziel öffnete Petrus endgültig seine Schleusen. In dem kleinen, intimen Innenhof des Schlosses Weingartsgreuth wartete vor geschichtsträchtiger Kulisse eine besonders stilvolle Überraschung: der als FN-Fahrlehrer bekannte Hardy Völk „zauberte“ für uns Garnelen in feinster Sauce auf dem eigens aufgebauten Grill. Seine Freundin ließ uns bei Frankenwein die Unbilden des Wetters vergessen. Unsere fröhliche Stimmung war trotz des Regens ungetrübt.

Der Festabend war gekennzeichnet durch lukullische Köstlichkeiten und Gäste im feinsten Zwirn. Jeder hatte sich bemüht, dem Wunsch des Veranstalters um elegante Kleidung bestmöglich zu entsprechen. Der ganze Abend verlief in feinsinniger Atmosphäre und erfuhr seinen Höhepunkt, als die Frau des Geschirrmacher Albrecht Mönch ab Mitternacht mit Champagner in ihren Geburtstag hinein feierte.
Der Sonntag bescherte uns eine kürzere Ausfahrt in ein nahe gelegenes Dorf. Dort wurden wir vom ortsansässigen Brauerei- und Gasthofbesitzer in einem altehrwürdigen Wirtschaftshof, neben einem liebevoll restaurierten kleinen Schlösschen, mit Essen und Trinken verwöhnt. Wieder in Pommersfelden angekommen, ließen wir die drei herrlichen Tage bei Kaffee und Kuchen ausklingen.
Aus meiner Schilderung mag der Leser den Eindruck gewinnen, dass ich von einem wunderschönen Clubtreffen berichte. So ist es auch. Alle Teilnehmer bedankten sich bei Toni Bauer für diese sehr gelungene Veranstaltung und die lautlose und perfekte Organisation. Möge das nächste Treffen ähnlich schön werden.

Günter Ortner

 

         

 


 
 

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